Branchenstudie 2026

Branchenstudie 2026

Eine weitere Bergetappe für die Fahrradwirtschaft

Branchenstudie 2026 – Wirtschaftsfaktor Fahrrad im globalen Wettbewerb

Im Auftrag von Zukunft Fahrrad hat der T3 Transportation Think Tank eine neue Studie zur Fahrradwirtschaft in Deutschland vorgelegt. Sie untersucht Beschäftigungszahlen und Umsätze der Branche im Jahr 2025 im Vergleich zu den Vorjahren.


Die Studie zeigt, dass die Herausforderungen der letzten Jahre noch nicht überwunden sind. Im Vergleich zum Jahr 2024 gingen Beschäftigung und Umsätze zurück, auch wenn das Niveau über den Vor-Corona-Jahren liegt. Die Studie liefert auch aktualisierte Zahlen zur indirekten Beschäftigung und wirtschaftlichen Effekten, die mit der Nutzung des Fahrrads einhergehen. Sie zeigt: Beschäftigung und Wertschöpfung reichen über die eigentliche Fahrradwirtschaft hinaus.

Die Zahl der direkt in der Branche Beschäftigten sank von 76.700 auf 74.300 (Herstellung: minus fünf Prozent, Handel: minus drei Prozent). Insgesamt sichert die Fahrradwirtschaft über 198.000 Arbeitsplätze – direkt, indirekt (durch bezogene Lieferungen und Leistungen) oder induziert (durch die Konsumausgaben der Beschäftigten). Die Branche verzeichnete das zweite Jahr in Folge Rückgänge bei Beschäftigung und Umsätzen. 

Die Umsätze in der Herstellung sind um zwei Prozent gesunken, im Handel sanken sie um zehn Prozent. Der wachsende Service in den Werkstätten konnte Härten etwas abfedern. Gleichzeitig zeigt der Dienstleistungssektor eine gewisse Resilienz. Während das Dienstradleasing Umsatzrückgänge um zehn Prozent verzeichnet, erfreut sich das Geschäft mit wiederaufbereiteten, gebrauchten Rädern (Refurbishing) an Zuwächsen.

Die Beschäftigtenzahlen sind im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr insgesamt nochmals leicht gesunken. 
Direkt Beschäftigte der Fahrradbranche in Deutschland 2025 
Im Jahr 2025 waren 74.300 Menschen in den Sektoren Handel, Herstellung und Dienstleistungen beschäftigt.
Seit 2019 ist der Umsatz der gesamten Branche von 16,5 Milliarden Euro auf 25,2 Milliarden Euro im Jahr 2025 gestiegen, der Umsatzhöhepunkt lag im Jahr 2023 bei 29,3 Milliarden Euro. 2025 ist im zweiten Jahr in Folge ein Rückgang zu vermelden.

Die Situation der Branche gestaltet sich aktuell uneinheitlich, überwunden ist die Krise noch nicht. Ohne politische Unterstützung bleibt der Markt anfällig für Schwankungen. Herausforderungen wie Wettbewerbsdruck aus China könnten die führende Position der deutschen und europäischen Fahrradbranche gefährden.

Die gesamte Branchenstudie 2026 zum Download beim T3 Transportation Think Tank

Bild von Dmitrii Vaccinium