Berlin, 2. September 2025
Tübingen als Good-Practice-Beispiel für moderne Radinfrastruktur
Tübingen zeigt, wie konsequente politische Entscheidungen und eine verlässliche Finanzierung den Radverkehr nachhaltig stärken können. Mit Investitionen von 79 Euro pro Einwohner:in und Jahr ist die Stadt derzeit die investitionsstärkste Kommune Deutschlands im Bereich Radverkehr. Das Ergebnis ist eine Infrastruktur, die Sicherheit, Komfort und Attraktivität konsequent zusammendenkt.
Zu den zentralen Bausteinen gehören unter anderem beheizte Radbrücken, das „Blaue Band“ als durchgehende Radverbindung durch die Stadt sowie eine moderne Radstation am Hauptbahnhof. Dort stehen 1.100 Stellplätze sowie ergänzende Serviceangebote zur Verfügung. Diese Bausteine stehen beispielhaft für die Investitionen der Stadt in eine sichere und nutzungsfreundliche Infrastruktur, die den Radverkehr im Alltag stärkt.
Die Wirkung dieser Investitionen spiegelt sich auch in der Bewertung durch die Nutzenden wider: Im ADFC-Fahrradklima-Test belegt Tübingen bundesweit den ersten Platz unter den Städten mit bis zu 100.000 Einwohnenden. Das unterstreicht den Zusammenhang zwischen kontinuierlichen Investitionen in fahrradgerechte Infrastruktur, steigender Zufriedenheit und zunehmender Nutzung.
Mehr als gute Radwege
Darüber hinaus setzt Tübingen auch bei neuen Mobilitätsformen Maßstäbe. Als erste und bislang einzige Stadt in Deutschland verfügt sie über ein ausgewiesenes Routennetz für S-Pedelecs. Damit werden insbesondere Pendler:innen angesprochen, die längere Strecken schnell, gesund und klimafreundlich zurücklegen möchten. Ergänzend dazu subventioniert die Stadt das Deutschlandticket: Statt 58 Euro kostet es in Tübingen 45 Euro pro Monat. Finanziert wird dies unter anderem durch höhere Parkgebühren, insbesondere für große Fahrzeuge.
Die Mobilitätswende in Tübingen geht damit über den Ausbau von Radwegen und günstigen ÖPNV hinaus. Sie schafft auch neue Arbeitsplätze – etwa im Bau, in der Wartung und im Service rund ums Fahrrad – und wirkt so als wirtschaftlicher Impulsgeber. Tübingen zeigt, wie nachhaltige Mobilität, Lebensqualität und lokale Wertschöpfung zusammengedacht werden können, und dient damit als Vorbild für andere Kommunen.
Weiterführende Informationen zum Radverkehrskonzept 2030 der Stadt Tübingen finden sich hier.
Kontakt:
Mareike Schodder, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zukunft Fahrrad, Pressesprecherin
presse@zukunft-fahrrad.org | Tel. 0160 – 795 80 27
Bild von Universitätsstadt Tübingen
Der Wirtschaftsverband Zukunft Fahrrad vertritt die Interessen der innovativen Fahrradwirtschaft in Deutschland. Zu den über 100 Mitgliedern gehören Dienstleister, Hersteller, Anbieter von Soft- und Hardware der Digitalisierung, Händler sowie Zulieferer der Fahrradwirtschaft. Vom Start-up bis zum Global Player eint sie das Ziel einer ambitionierten und Radverkehr fördernden Verkehrspolitik. Zukunft Fahrrad setzt sich für die Transformation der Mobilitätswirtschaft in Deutschland ein und arbeitet daran, Deutschland als stark wachsenden und innovativen Standort der Fahrradwirtschaft zu einem internationalen Leitmarkt zu machen. Mehr Informationen unter www.zukunft-fahrrad.org.
